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Elcore GmbH: Elcore 2400 Brennstoffzellen-Heizgerät

Elcore GmbH – Das Unternehmen

Elcore 2400 Brennstoffzellen-BHKW - Bild: Elcore

Elcore 2400 Brennstoffzellen-BHKW – Bild: Elcore

Elcore GmbH: Die Elcore GmbH wurde 2010 zur Entwicklung von Hochtemperatur Polymerelektrolytmembran-Brennstoffzellen (HTPEM) gegründet. Im darauf folgenden Jahr wurden die ersten Kraft-Wärme-Kopplungssysteme zur Strom- und Wärmeversorgung von Einfamilienhäusern auf Basis der HTPEM-Brennstoffzellentechnologie in Betrieb genommen. In Kürze soll das Brennstoffzellen-BHKW Elcore 2400 für Endkunden erhältlich sein.

elcomax GmbH: das 2007 gegründete Unternehmen elcomax ist die Muttergesellschaft von Elcore. Derzeit arbeiten bei elcomax und der Tochter Elcore insgesamt 80 Mitarbeiter auf über 3.500 qm Fläche an der Entwicklung und Fertigung von Energielösungen auf Basis modernster Brennstoffzellen-Technologie. Im Jahr 2008 wurde die HTPEM-Brennstoffzellentechnologie aquiriert, die von Firma Sartorius in Zusammenarbeit mit Volkswagen entwickelt wurde. elcomax liefert die Technologie-Plattform, auf der Elcore dann die Endkundengeräte entwickelt und vertreibt.

Dr. Stefener: Die Elcore GmbH wurde 2010 von Dr. Manfred Stefener gegründet. Er ist im Bereich Brennstoffzellentechnologie schon fast als „alter Hase“ zu bezeichnen. Bereits 2000 gründete Stefener die Firma Smart Fuel Cells GmbH (SFC). Das inzwischen börsennotierte Unternehmen der führenden Hersteller von Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (DMFC) zur netzfernen Stromversorgung. Das Unternehmen hält mit 27.000 verkauften Brennstoffzellen bis heute den Weltrekord der meistverkauften Brennstoffzellen-Produkte. Stefener hat 2010 den größten Teil seiner SFC-Anteile verkauft und sitzt inzwischen auch nicht mehr im Aufsichtsrat des Unternehmens, das sich seit 2010 SFC Energy nennt.

elcore 2400 Brennstoffzellen-BHKW (mitte) - Bild: Thüga

Elcore 2400 Brennstoffzellen-BHKW (mitte) im Feldtest – Bild: Thüga

Technische Daten Elcore 2400 Brennstoffzellen-BHKW

Die Elcore 2400 ist ein wandhängendes Brennstoffzellenheizgerät (BZH), das auf den Grundenergieverbrauch im Einfamilienhaus ausgelegt wurde.

Elcore 2400
AnwendungsbereichEinfamilienhaus
BrennstoffErdgas
Brennstoffverbrauch1,0 kWh
(ca. 8.000 kWh/Jahr)
Geräuschniveau< 49 dB(A)
Motor/AntriebHT-PEM Brennstoffzelle
Hubraum-
Drehzahlbereich-
Emissionswerte NOx Klasse 5
(<70 mg/kWh)
Emissionswerte CO< 20 ppm
(CO2-Gehalt 8,4%)
elektrische Leistung (Strom)0,3 kW
thermische Leistung (Wärme)0,6 kW
Stromkennzahl0,50
Wirkungsgrad elektrisch33 %
Gesamtwirkungsgrad98 %
Abmessungen (BxHxT)50,0 x 90,0 x 50,0 cm
(Einbauabstand 30 cm links und rechts, 50 cm nach unten)
Gewicht60 kG
Vorlauftemperaturmax. 90°C
Rücklauftemperaturmax. 50°C
Abgastemperaturmax. 90°C
Stromanschluss230 Volt, 50 Hz
BAFA-Förderung1.900 € Basisförderung
1.615 € Bonusförderung
= 3.515 €

Reformer: Durch einen sog. „Reformer“ gewinnt die Elcore 2400 aus Erdgas zunächst Wasserstoff. Danach wandelt die Brennstoffzelle die im Wasserstoff gespeicherte chemische Energie in Elektrizität und Wärme um.

Brennstoffzelle: Brennstoffzellen sind Energiewandler. Sie erzeugen Strom durch eine direkte elektrochemische Umwandlung des Energieträgers. Die Stromgewinnung erfolgt ohne bewegliche Teile. Brennstoffzellen sind daher langlebig und wartungsfrei. Bei Brennstoffzellen liegt der Wirkungsgrad prinzipbedingt deutlich höher als bei Stirling- oder Verbrennungsmotoren. Im Bereich der Mini-BHKWs werden aktuell verschiedene Brennstoffzellen-Technologien eingesetzt. Während sich Buderus (LogaPower), Hexis (Galileo 1000 N), Vaillant und auch Ceramic Fuel Cells Limited (BlueGen) für die SOFC-Technologie entschieden, ist bei Baxi Innotech (Gamma 1.0) die NT-PEM-Technologie im Einsatz.

Hochtemperatur-Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle: Im Bereich der Brennstoffzellen-Heizgeräte setzt alleine Elcore auf die Hochtemperatur-Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle (HT-PEM-BZ). Sie läuft bei einer mittleren Arbeitstemperatur von 160 °C. Durch den Sprung auf Temperaturen zwischen 130 °C und 200° C sind die Hochtemperaturmembranen nicht mehr so empfindlich gegenüber Schadgasen im Anodengas (insbesondere Kohlenmonoxid). Ein weiterer Vorteil ist einfachere Kühlung, weil die Differenz zwischen der Außentemperatur und der mittleren Arbeitstemperatur von 160 °C höher ist.

Geringer Platzbedarf: Die Elcore 2400 zeichnet sich besonders durch den geringen Platzbedarf für das Einfamilienhaus aus, und findet damit auch in kleineren Kellerräumen seinen Platz. Mit nur 60kg bringt die Elcore 2400 kaum mehr auf die Waage als eine herkömmliche Gastherme, und sie lässt sich ebenso einfach an der Wand montieren. Auch die Anschlüsse sind nahezu identisch mit denen einer normalen Gastherme. Der Betrieb ist wartungsarm.

Leise: Da in der Elcore 2400 keine Verbrennung stattfindet und auch kein Motor (wie in anderen KWK Geräten) zum Antrieb des Stromgenerators verwendet wird, arbeitet das Gerät extrem geräuscharm.

Kein Alleinunterhalter

Die Elcore 2400 ist zwar auf Einfamilienhaushalte ausgerichtet, aber es spielt weder beim Strom noch bei der Wärme den Alleinunterhalter. Ohne zusätzliche Gastherme und ohne Strombezug aus dem öffentlichen Netz geht es nicht.

Auf Wärme-Grundlast ausgerichtet: Die Brennstoffzelle des Elcore 2400 ist so dimensioniert, dass sie möglichst ganzjährig läuft, indem sie möglichst nur den Wärme-Grundbedarf eines Vier-Personen-Haushalts deckt. Das Takten des Brennstoffzellenheizgeräts (BZH), das Herunter- und Hochfahren der Brennstoffzelle, soll wenn möglich vermieden werden. Die Wärmeleistung von 600 Watt steuert etwa ein Drittel zum Gesamt-Wärmebedarf eines Vier-Personen-Haushalts bei. In den Wintermonaten wird in typischen Bestandshäusern für den Heizbedarf eine Zusatzheizung benötigt.

Wärmebedarf eines Einfamilienhauses im Jahresverlauf - Grafik: Elcore

Wärmebedarf eines Einfamilienhauses im Jahresverlauf – Grafik: Elcore

Maximale Strom-Eigennutzung: Der Stromverbrauch im Haushalt wechselt häufig zwischen Grund- und Spitzenverbrauch, der 10 bis 15-fach über dem Grundverbrauch liegt, aber nur kurzzeitig auftritt. Auch die Stromproduktion des Elcore 2400 zielt auf die Grundlast eines Haushalts ab. Schließlich ist der Strom-Eigennutzungsanteil der Dreh- und Angelpunkt einer jeden BHKW-Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Nur über den selbst genutzten Strom rechnet sich ein Mini-BHKW, ansonsten wäre eine hocheffiziente Gas-Brennwerttherme deutlich vorteilhafter. Im Normalfall läuft die Elcore 2400 rund um die Uhr. Die von dem BHZ in einem Jahr erzeugten 2.400 kWh Grundlaststrom verhalfen dem nano-BHKW dann auch zu seinem Namen. Realistisch deckt das Elcore 2400 mit seiner elektrischen Leistung von 300 Watt rund die Hälfte des Strombedarfs eines Vier-Personen-Haushalts. Dadurch reduziert das Gerät die jährlichen Stromkosten um 25 – 50% – je nach individuellem Verbrauchsprofil.

Strombedarfskurve - Grafik: Elcore

Strombedarf eines Einfamilienhauses im Tageszeiten- und Wochenverlauf – Grafik: Elcore

Pufferspeicher: Die vom Elcore 2400 erzeugte Wärme wird kontinuierlich in den Wärmespeicher eingespeist und zur Erwärmung von Brauchwasser und zum Heizen eingesetzt. Um möglichst viel Strom produzieren zu können, wird ein Pufferspeicher mit ca. 500 Litern empfohlen. Das Gerät arbeitet vollautomatisch. Wenn der Wärmespeicher mit warmen Wasser maximal gefüllt ist und keine Wärmeabnahme zu verzeichnen ist (Urlaub), schaltet sich das Gerät von selbst aus und erst dann wieder ein, wenn warmes Wasser zum Heizen aus dem Wärmespeicher abgerufen wird.

Feldtests mit Elcore 2400

Die CE-Kennzeichnung erhielt das Elcore 2400 im Oktober 2012. Seitdem wird das BZH in Haushalten in Feldtests erprobt.

Thüga Feldtest: Sieben Unternehmen der Thüga-Gruppe testen seit Anfang 2013 den Einsatz des Elcore 2400 bei ihren Kunden. Ein Jahr lang testen die Unternehmen, wie viel Strom und Wärme die Anlage zur Gesamtversorgung eines Einfamilienhaushalts liefert. Je ein Brennstoffzellen-BHKW ist im Feldtest bei:

  • ESWE in Wiesbaden
  • badenova in Freiburg
  • Halberstadtwerke
  • Stadtwerke Langenfeld
  • Stadtwerke Stade
  • Thüga Energienetze
  • Stadtwerke Pforzheim

Elcore im Projekt ene.field: Im Rahmen des von der EU finanziell unterstützten Projekts „ene.field“ werden insgesamt über 1.000 Brennstoffzellen Anlagen von neun europäischen Herstellern in zwölf EU-Mitgliedsländern installiert. Über 30 Versorgungsunternehmen, Forschungsinstitute, Wohnungsbaugesellschaften und Gemeinden arbeiten in diesem Projekt zusammen. Ziel ist es die Akzeptanz für diese Technologie in der Bevölkerung durch geeignete Kommunikationsmaßnahmen zu verbessern. Elcore wird 135 Brennstoffzellengeräte des Modells elcore 2400 im Rahmen dieses Projekts installieren.

Video

Auf seinem kürzlich gestarteten YouTube Kanal zeigt Elcore ein Video zur Brennstoffzelle Elcore 2400. Das Video informiert über die Firmengeschichte und die Elcore Brennstoffzellen Technologie. Installateure berichten über Ihre Erfahrungen beim Einbau der Elcore 2400 im Neubau und Bestand. Endkunden erklären warum sie sich für die Elcore 2400 entschieden haben.

Marktstart und Preis Elcore 2400

Momentan befinden sich Elcore noch „in der Phase der Markt-Validierung“. Als Endkundenpreis sind von Unternehmensseite 9.000 € in Aussicht gestellt worden.

Die Wartung der Brennstoffzellen-Anlage dürfte eines der Hauptargumente gegenüber herkömmlichen Nano-BHKWs sein. Lediglich alle vier Jahre wird eine Regelwartung vom Fachhändler durchgeführt.

Adresse/Kontakt Elcore

Elcore GmbH
Bayerwaldstr. 3
81737 München

Tel: +49 (0)89 6780463-77
Fax: +49 (0)89 6780463-33

E-Mail: vertrieb@elcore.com
Web: www.elcore.com

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4 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren, ist es möglich sich an dem Feldversuch (Brandenburg) mit dem Elcore 2400 zu beteiligen, denn ich möchte meine mit Gas betriebene Heizung erneuern. Die hier beschrieben Technologie ist für mich im 2 Familienhaus zukunftsweisend.

    Mit freundlichen Grüßen, H.Auerswald

  2. Lieber Herr Auerswald,

    da BHKW-Prinz.de ein herstellerunabhängiges Infoportal ist, müssten Sie sich diesbezüglich direkt an die Elcore GmbH (Adresse am Ende des Artikels) wenden.

    LG – der BHKW-Prinz

  3. Vielleicht kann ich Ihnen helfen, in welchem Ort wohnen Sie?

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