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Alles über Mini-BHKW

VW Zuhause-Kraftwerk: Lichtblick oder nur heiße Luft?

LichtBlick VW

Bildquelle: LichtBlick

Die Zukunft gehört Strom aus erneuerbaren Energien. Doch je größer der Anteil an Ökostrom aus Windkraft und Photovoltaik wird, desto problematischer ist die Koordination von Stromproduktion und Stromverbrauch. Denn leider weht der Wind nicht genau dann besonders stark, wenn die Deutschen kollektiv das Mittagessen kochen oder abends den Fernseher einschalten. Das Kraftwerksmanagement des deutschen Kraftwerkparks steht vor völlig neuen Herausforderungen, da es mit dem Ausbau der regenerativen Energien mehr und mehr zu einem Systemwiderspruch zwischen schwerfälligen Großkraftwerken und schwankenden Öko-Energien kommt.

Neue Energie-Partnerschaft

Der konzernunabhängige Hamburger Energieversorger LichtBlick hat jetzt gemeinsam mit der Volkswagen AG eine Partnerschaft vereinbart und ein vermeintliches Lösungskonzept für die intelligente Energieversorgung von Morgen vorgestellt. Volkswagen soll kleine Blockheizkraftwerke, sogenannte Mini-BHKW produzieren, die von Gasmotoren aus eigener Fertigung angetrieben werden. LichtBlick vertreibt die Anlagen als „ZuhauseKraftwerke“ und setzt sie für ein neues, intelligentes Konzept der Wärme- und Stromversorgung ein.

Update: Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen zum Thema LichtBlick, ZuhauseKraftwerk und SchwarmStrom.

Mini-Blockheizkraftwerke


Moderne Mini-BHKW arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Um das Maximum aus dem eingesetzten Brennstoff heraus zu holen, wird gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt. Der Wirkungsgrad der Mini-BHKW liegt so meist über 90%! Für die Stromproduktion wird ein Stromgenerator angetrieben, daher ist Bewegungsenergie notwendig. Im Gegensatz zu einem vergleichsweise simplen Heizkessel mit Brenner, ist bei einem Mini-BHKW daher immer ein Art Motor oder Turbine notwendig. Die Bewegungsenergie wird je nach Hersteller mit einem Vier-Takt-Motor, einem Stirling-Motor, einer Gasturbine oder einem dampfbetriebenen Kolben erzeugt. Bei dem VW-BHKW kommt ein herkömmlicher gasbetriebener Vierzylinder Reihenmotor zum Einsatz.

SchwarmStrom-Konzept

Man muss sich die ZuhauseKraftwerke wie einen Fischschwarm vorstellen: Viele kleine Einheiten bilden eine große, leistungsfähige Gemeinschaft, die SchwarmStrom erzeugt. LichtBlick vernetzt 100.000 ZuhauseKraftwerke zu Deutschlands größtem Gaskraftwerk“, erläutert der LichtBlick Vorstandsvorsitzende Dr. Christian Friege. Mit einer Leistung von 2.000 Megawatt soll dieses dezentrale Gaskraftwerk die Kapazität von zwei Atomkraftwerken erreichen – und diese möglichst ersetzen.

Schöne neue Welt

Ist das nun die erhoffte smarte Energie-Lösung, oder handelt es sich einfach nur um einen schlauen PR-Coup? Die Antwort ist ein klares „Jein“. Theoretisch ist das Konzept eines virtuellen Kraftwerks dazu geeignet, einen weiteren wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer ökologisch verträglichen Energieversorgung zu leisten. Aber die schöne neue Welt, die LichtBlick zeichnet, wird in dieser Form nicht eintreten. Dazu wurden die getroffenen Annahmen viel zu optimistisch, um nicht zu sagen blauäugig gewählt. BHKW-Prinz.de hat fünf Punkte zusammengestellt, an denen das SchwarmStrom-Konzept krankt:

1. Utopische Absatzzahlen

Volkswagen und LichtBlick sprechen von „zunächst“ 100.000 Anlagen. Die beiden weltweit größten Hersteller von Mini-Blockheizkraftwerken sind die Marktführer SenerTec (Baxi Group) und Honda. Stand Februar 2009 setzte SenerTec seit 1996 bisher rund 20.000 Mini-BHKW der Marke „Dachs BHKW“ ab und ist damit im europäischen Bereich unangefochtener Marktführer. Honda hat nach eigenen Aussagen bisher rund 80.000 Mini-BHKW in Japan und den USA verkauft. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Absatzziele für das EcoBlue-BHKW von Volkswagen reichlich optimistisch.

2. Wohin mit der Wärme?


Mini-BHKW werden oft auch als „stromproduzierende Heizungen“ bezeichnet. Wenn Wärme benötigt wird (Heizung, Warmwasser) fällt als “Nebenprodukt” auch Strom an. Nur im Zusammenspiel von Wärme- und Stromproduktion erreichen sie die gewünschten Gesamtwirkungsgrade von über 90%. Und nur dann ist ihr Einsatz ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Daher lautet die zentrale Frage jeder Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Mini-BHKW: wird über das ganze Jahr hinweg Wärme benötigt? Nur wenn dies der Fall ist, fallen die Betriebsstunden an, die eine Investition von 25.000-30.000 Euro rechtfertigen. Je besser die Isolierung eines Hauses, desto kürzer und weniger intensiv ist die Heizphase. In den Sommermonaten wird meist lediglich heißes Wasser für Duschen und Baden benötigt. Die eigentliche Heizung steht still. Wenn LichtBlick in dieser heizungsfreien Phase Strom nachfragen würde, die stromproduzierende Heizung also ferngesteuert anspringen lässt, entsteht (Ab)wärme, für die kein Bedarf besteht. Die Speicherung dieser Wärme in sogenannten Pufferspeichern ist bei Mini-BHKW zwar allgemein üblich, aber auch diese Wärme muss irgendwann abgerufen werden – außerhalb der Heizperiode gestaltet sich das schwierig. In der Praxis stehen die Mini-BHKW privater Haushalte somit den ganzen Sommer über nur zu einem geringen Prozentsatz für die dezentrale Stromproduktion zur Verfügung.

3.  Überdimensionierte Anlagen

LichtBlick will 100.000 „ZuhauseKraftwerke“ zu Deutschlands größtem Gaskraftwerk vernetzen. Mit einer Leistung von 2.000 Megawatt solle dieses dezentrale Gaskraftwerk die Kapazität von zwei Atomkraftwerken erreichen – und diese ersetzen. Atomkraftwerke abschalten hört sich immer gut an. Mit der LichtBlick-Idee wird daraus leider so schnell nichts werden. Jedes einzelne der VW-BHKW leistet 20 kW an elektrischer Leistung und 34 kW an thermischer Leistung für Heizung und Heißwasser. Das ist dummerweise drei- bis viermal so viel Wärme, wie ein regulär isoliertes Einfamilienhaus am kältesten Tag des Jahres benötigt. Das schränkt den Anwendungsbereich auf eher mäßig isolierte Mehrfamilienhäuser ein. Die Besitzer dieser Häuser sind meist recht unmotiviert neue Anlagen zu installieren, da sie die Heizkosten ohnehin auf die Mieter umwälzen.

4. Kein Investitionszuschuss

Blockheizkraftwerke, die nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prinzip arbeiten, sind ökologisch und politisch gewünscht. Daher steht eine Reihe von Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Die wichtigste dieser Förderungen ist der Zuschuss für Mini-KWK-Anlagen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Förderfähig sind allerdings nur KWK-Anlagen die wärmegeführt ausgelegt sind, d.h. der Wärmebedarf steuert die Betriebsweise der Anlage und eben nicht, wie LichtBlick beabsichtigt, der Strombedarf. Steht die Wärmeführung aber in Frage, entgehen dem Betreiber einer Anlage vom Kaliber eines VW-BHKW bis zu 20.000 € an Investitionszuschuss.

5. Unterschätzte Komplexität


LichtBlick und VW unterschätzen offensichtlich die Komplexität ihres SchwarmStrom-Konzeptes. Der Berliner Gasanbieter GASAG, Vorreiter beim Thema Mini-BHKW, befindet sich seit 2006 noch immer in der Felderprobung. Die Berliner wären glücklich, wenn die getesteten Anlagen endlich lieferbar (‚Ankündigungsweltmeister‘ WhisperGen) bzw. stabil laufend (OTAG Lion Powerblock) wären. Von einer dezentralen Steuerung zum Ausgleich von Lastspitzen ist hier noch lange keine Rede. Man darf nicht übersehen, wie viele verschiedenen Komponenten und Services hier reibungslos ineinander greifen müssen, um den aus Endkundensicht erwarteten sorgenfreien Betrieb zu gewährleisten. Sorglose Hausbesitzer werden sich wundern, wenn die geballte deutsche Bürokratie anklopft. Sie müssen sich nämlich u.a. mit dem BAFA (KWK-Zuschlag), dem Zoll (Erdgassteuerrückerstattung), dem lokalen Energieversorger (Einspeisevergütung, vermiedene Netznutzungsentgelte), Bundesnetzagentur (Anzeige der Energiebelieferung) und nicht zuletzt dem Finanzamt herumschlagen.
Die Wartung eines Vier-Zylinder-Gasmotors ist gegenüber einer regulären Gasbrennwert-Heizung ebenfalls deutlich aufwändiger. Wie funktioniert die Fernsteuerung der Anlage in einem Keller ohne GSM-Empfang oder DSL-WLAN-Verbindung? Und, und, und..

Vor diesem Hintergrund kommt Markus Kreusch, Geschäftsführer der Prinz-Online-Gruppe (Strom-Prinz.de, BHKW-Prinz.de, Wald-Prinz.de) zu dem Schluss: „Unter Marketing-Gesichtspunkten kann man den beiden Unternehmen LichtBlick und VW zu ihrem PR-Coup nur gratulieren. Damit die ‚SchwarmStrom‘-Idee aber nicht schlussendlich zum ‚SchmarrnStrom‘ verkümmert, liegt ein langer, steiniger Weg vor der noch jungen Partnerschaft „.

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49 Kommentare

  1. Moin Moin.

    Der hier zu lesende negative Kommentar zur Lichtblick-Idee macht keinen Sinn.
    Wenn das so wäre, wie beschrieben, wäre Fernwärme sinnlos.
    Kraftwerke produzieren Abwärme, welche mit gewaltigem Auffwand mittels Fernwärme in die Häuser gebracht wird.
    Lichtblick produziert die Wärme vor Ort.
    Kraftwerke sind träge und deshalb verlustreich.
    Lichtblick ist schnell an und abgeschaltet.
    Die bürokratischen Hürden bewältigt Lichtblick zentral.
    Die BHKW Idee wurde doch bisher durch die Koppelung der Förderung an die wärmegeführte Steuerung behindert und nicht gefördert, oder dürfen Großkraftwerke nur laufen wenn Wärme gebraucht wird??
    Es handelt sich um Mini-Kraftwerke. Wird die Wärme vor Ort nicht gebraucht ist das okay, wie bei anderen Kraftwerken auch. Wird sie gebraucht, ist das super und erfordert kein Fernwärmenetz.
    Was spricht dagegen?
    Nichts!

  2. Lieber Georgeskoch,

    der einzige Schwachpunkt des Kommentars von „admin“ ist die dümmlich-amerikanisierte Datumsangabe, die Monat und Tag umdreht.

    Ansonstenhat er in allen Punkten recht!

    Punkt 1 ist unbestritten

    Punkt 2 hat noch nicht klar genug die „Hinterfotzigkeit“ (bayerisch) bzw. die Durchtriebenheit (hochdeutsch) dieses Konzepts bloßgelegt:
    Wenn Du in einem 1.500…2.000 Liter Pufferspeicher die 34 kW Abwärme speichern willst, dann ist er nach 6…8 Stunden von 20 °C auf 90°C total voll. Wo willst Du mit dieser Wärme im Sommer hin?
    Sie verfliegt durch sinnlose Abstrahlung in Deinem Keller und erlaubt dann erst nach ein paar Tagen die Wiedereinschaltung Deines „Spitzenlastkraftwerks“.
    Die ‚kooperierenden‘ Stromgiganten verlagern also ihre weithin sichtbeare Kühlturmwolken in die klitzekleinen Keller von massenhaft ‚Verblödeten‘. Aber so blöd sind die Hausbesitzer hoffentlich nicht!!

    Punkt 3 macht deutlich, dass durch die staatlich geforderte und geförderte Dämmung die neuerbauten Hauser nicht mehr 50 W/m², sondern vieleicht noch 20 W/m² Heizleistung benötigen und damit von 5.000 Litern Heizöl auf 2.000 Liter fallen. Diese 20.000 kWh Heizungsverbrauch würden nach 24 Tagen Dauerbetrieb des VW-BHKW erreicht sein – also eine unsinnige Investition zusätzlich.

    Punkt 4 macht deutlich, wie sinnlos dieses VWQ-Konzept ist, weil nicht fördertauglich. Die Förderauguren haben sich mit ihren Bedingungen schon was gedacht!

    Punkt 5 zeigt mal ganz klar diese Unart der Ankündigungsstrategie der ganzen Kometen, die dann sang- und klanglos am Horizont der Energieträumer verschwinden.
    Denn was ist denn außer dem überteuerten und veralteten DACHS geblieben von den Otag’s, den Whispergen’s, den Sunmachine’s, den Raptor’s, den Stirling’s außer heißer Luft?

    Gruß enrgie insel

  3. Hi,

    ich muss Kommentar #2 und dem Artikel widersprechen. Hintergrund ist der heutige Spiegelartikel unter
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,648795,00.html

    Ad 1) Die geplanten Absatzzahlen machen durchaus Sinn und hängen in jedem Fall vom Kauf- und Betriebspreis ab. Bei einem Anschaffungspreis von 25k€ und aufwärts hätten Sie beide Recht. Bei 5k€ (+240€ jährlich) inkl. Wartung schaut die Sache anders aus.

    Ad 2) Richtig, wenn die durch KWK erzeugte Wärme nicht benötigt wird, wird aus ihr „Abwärme“, die lustig in den Himmel strahlt. Aber überlegen Sie doch selbst: Ein dezentrales Netz voller „kleinster“ Strom+Wärme-Erzeuger läßt sich doch viel einfacher „dosieren“:
    Ich kann im Sommer Wärme genau da erzeugen, wo sie gebraucht wird, wann sie gebraucht wird. Bei einem Kraftwerk ist das nicht der Fall, das läuft 24/7 und erzeugt Wärme, ob sie nun gebraucht wird oder nicht.

    Ad 3) Auch richtig. Aber müssen Sie es denn immer unter Vollast fahren? Zugegeben, der Wirkungsgrad ist dann nicht mehr optimal, aber verschwendet wird nur wenig. Auch sagt VW ja selbst, eher für Mehrfamilienhäuser gedacht.

    Ad 4) Sie haben mit der Wärmeführung der Anlage natürlich Recht. Aber Sinn und Zweck ist doch nicht „Wir bauen einen Haufen Stromerzeuger in die Keller“. Vielmehr lautet die Prämisse „Wir installieren eine moderne Heizung und erhalten für wenig Mehrverbrauch an Primärenergieträgern auch noch 2/5 Strom extra, solange die Heizung läuft“. Im Winter wird’s mehr sein, im Sommer weniger.

    Ad 5) Nun, dass VW-Motoren mit zu den zuverlässigsten Motoren der Autolandschaft gehören, möchte ich als Leser der ADAC-Zeitschrift und ihrer Pannenstatistik als gegeben voraussetzen. Der Wartungsaufwand ist sicher gegeben; ich halte VW aber für fähig, ein recht wartungsfreundliches Erzeugnis, das sich in der Automobilbranche millionenfach bewährte, auch in einen anderen viereckigen Kasten einzubauen.

    In jedem Falle aber sind fundierte Aussagen über die Wartungfreundlichkeit des Systems, wie von Ihnen postuliert, nicht möglich.

    Die Frage der Fernsteuerung ist auch gelöst: Stromkonzerne können bestimmte Zähler schon heute aus der Ferne auslesen; die Steuerung des BHKW ist über die gleiche (bewährte) Technik möglich.

    Dass sich der Besitzer eines Hauses anfangs mit diversen Fomalien herumschlagen muss, wäre richtig. Nachdem aber offenbar VW/Lichtblick selbst Betreiber der Anlagen sein möchten, bin ich jetzt nicht so sicher, wieviel Arbeit tatsächlich beim Besitzer hängen bleibt.

    Alles in allem halte ich das Vorhaben für eine sehr sehr gute Idee und werde auch unseren Hausbesitzer darauf aufmerksam machen. Denn dass ein Stromerzeuger mittels Kohle und Uran Milliarden an Gewinn (!) einstreicht (natürlich, für Rücklagen und Investitionen, etc…) halte ich für absolut nicht in Ordnung und hoffe, dass noch mehr Firmen den Mut besitzen, dagegen etwas zu unternehmen.

    mfg

  4. Die Anlagen sind ja nur für Gebäude geeignet die über 45.000 kWh an Gas im Jahr verbrauchen, für den normalen Einfamilienhausbesitzer also nicht geeignet. Vor allem geht es hier um Mehrfamilienhäuser und da sieht die Sachlage doch ein wenig anders aus. Die geringen Investitionskosten sind ausschlaggebend für eine solche Entscheidung. Mit 5000 Euro +20€ im Monat hat man eine komplett wartungsfreie Anlage im Keller mit allen erforderlich Pumpen, Einbauteilen und Regelanlagen. Lasse ich mir eine Anlage in gleicher Größenordnung meinetwegen als Brennwertkessel einbauen, liegt man sicher bei doppelten wenn nicht dreifachen Investitionskosten. Ich spare also zwischen 5000 und 10000 Euro bei der Anschaffung.

    Jetzt hat das Ganze ja wohl eine Laufzeit von 10 Jahren, ich spare also pro Jahr alleine bei der Investition schon 500 bis 1000 Euro, ganz abgesehen von der Einsparung die man hat wenn vorher ein 20 Jahre alter Niedertemperatur Kessel im Keller lief, da sollten auch nochmal 25% an Energiekosten eingespart werden können.

    Mit der Wärmedämmung zieht übrigens überhaupt nicht, sicher kann ich durch bessere Dämmung mehr sparen, aber es ist ja eine Grundvoraussetzung, dass man mindestens diese 45.000kWh pro Jahr an Gasverbrauch hat. Dämme ich also das Gebäudeso, dass der Gasverbrauch darunter liegt, kriege ich auch keine solche Anlage. Abgesehen davon ist es bei älteren Gebäuden nicht immer ohne weiteres möglich zusätzlich zu dämmen und ich denke mal gerade an die Besitzer solcher Gebäude geht dieses Angebot.

    Mit der Wärme die nicht abgenommen wird ist das natürlich ein Problem, nur das hat man auch bei den großen Kraftwerken, und bei dem BHKW reduziert sich der Kohlendioxid Ausstoss aber um 60% gegenüber einem normalem Kraftwerk. Hinzu kommt noch die Dezentralisierung, man schaltet die BHKW bei Bedarf zu, ein Kraftwerk hat sicher auch etliche Stufen aber keine 100.000

    Interessant könnte das aber mit der überschüssigen Wärme für kleine Betriebsgebäude oder Bürogebäude werden, die im Sommer gekühlt werden müssen, dann könnte man die Wärme zum kühlen verwenden

  5. Ich möchte an dieser Stelle nur auf einen, meiner Meinung nach, den entscheidenden Punkt eingehen:

    Hier wird von Einigen doch glatt behauptet, dass ein BHKW, im Sommer betrieben, wirtschaftlicher ist,
    als z.B. eine Gastherme die lediglich für die Warmwasser-Bereitung in Betrieb geht ?
    Die Gastherme verbraucht sozusagen den ganzen Sommer über überhaupt keine Energie !

    Das BHKW aber schon, denn es soll ja zur Stromproduktion betrieben werden. Die überflüssige Wärme, die keiner braucht, soll wie im Großkraftwerk einfach weggeblasen werden ???

    Was ist denn das für eine Alternative ?

    Wenn überhaupt ein gasbetriebenes BHKW, dann eines, das entsprechend dimensioniert ist (zwischen 10 und 20% des Wärmebedarfes) um bei entsprechender Pufferung die notwendigen Laufzeiten (> 5000 Std. pro Jahr) zu erhalten. Das setzt bei einem 30kW thermisch BHKW einen Wärmebedarf einer kleineren Schule, mit Duschmöglichkeiten bei allerlei Sportaktivitäten, voraus.

    Unter diesen Voraussetzungen benötigt man für den Winter zusätzliche Heizleistung (die restlichen 80-90 %). Und dafür ist wiederrum die Einindung des BHKWs in die Hydraulik wie auch in die Steuerungstechnik erforderlich. Ansonsten heizt der Kessel die Puffer auf, und nix ist mit BHKW-Betriebsstunden.

    Summasummarum kommt da eine ordentliche Investition auf den Betreiber zu.

    Das jedenfalls, sind meine Erfahrungen als MSR-Techniker.

  6. Hallo alle Zusammen,

    viele nett zu lesende Artikel. Als Elektrotechniker kann und muss ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und muss mich dabei noch übergeben.

    1., Wieso soll der Endverbraucher den Strom für den Verkäufer herstellen und dass auch noch zu seinen Lasten und Verantwortungen???? Steigt der Preis für die Primärenergie hat der BHKW-Besitzer pech, denn der Abnahme Preis steht für die nächsten Jahre fest und diese bestimmt der „Energiekonzern“ und nicht der BHKW Besitzer. Ach und die Kosten für den Primärenergieträger bestimmt natürlich auch der Energiekonzern. (recht witzige Sache) Geht die Anlage hops, hat wieder der BHKW Besitzer pech denn er MUSS die Anlage zu seinen Kosten wieder flott machen.
    Diese Tatsache ist für jeden BWLer im Energiekonzern eine lustige tolle Sache, denn die Verdienen ohne eigene Arbeit und Kosten auf jeden Fall!!!

    2., Der Energiekonzern bestimmt wann und mit welcher Auslastung die Anlage laufen muss und nicht der, der diese Anlage für sich nutzen möchte. Benötigt man keine Wärme in deinen Eigenen Räumen jedoch der Energiekonzern Strom, wird mit der nichtgenutzten Wärmemenge das Bare Geld des BHKW Besitzers großzügig verbraten. Denn wie man weiß ist der Wirkungsgrad einer solchen Anlage zur Herstellung von „nur Strom“ irrwitzig schlecht.

    3., Volkswirtschaftlich können diese Anlagen Großkraftwerke niemals erstezen, wozu bräuchten wir dann noch Energiekonzerne, wenn wir doch unseren Strom alle selber machen?

    4., In welche Dimensionen würde sich der Preis für Endkunden die ein solches Gerät nicht betreiben können denn hingehen?

    5., Der Schadstoffausstoß würde ebenfalls steigen. Welcher Mikrokraftwerkbesitzer würde sich denn eine Abgasfilteranlage für zig 1000,-€ an seinen Schornstein Bauen!? Ach ja dazu steht natürlich außer Frage, dass dies im laufe der Zeit natürlich Pflicht werden wird. (KOSTEN)

    6., Wo soll der Primärtrager für diese Art der Energieumwandlung denn herkommen? Schlicht und ergreifend ist dies keine erneuerbare Energiequelle. Wir bräuchten Biogasanlagen in recht beträchlichen Größenordnungen und diese könnten dann Strom und Wärme ebenfalls Erzeugen.

    Mein persönliches Fazit:
    Der Weg denn unsere Politiker und Energiewissenschaftler einschlagen, wird zum totalen kollaps führen, denn dies ist bei logischer Betrachtungsweise vorprogrammiert.

    – Erdgas ist endlich und Biogaserzeugung in diesen Größenordnungen Umweltfreundlich derzeit nicht möglich (Primärenergieträger)
    – Kohle ist endlich und der geförderte umstieg auf Pellets und Holz eigentlich total daneben, ca. 8t Holz pro Jahr und Familie wo sollen diese Mengen denn Nachwachsen in einem Jahr? (Primärenergieträger)
    – Solarenergie, ist ne tolle Sache wohl nur recht uneffektiv und sehr stark sonnenabhänig, Was passiert mit der Strahlungsenergie die nun zusätzlich auf der Erde gebunden wird und nicht in den Weltraum zurückreflektiert? Wir setzen jene in Wärme um ;-).
    – Wind- und Wasserkraftanlagen benötigen riesige Betonfundamente und Mengen an Metall, und deren Einfluss auf Wasser und Windströmungen, welche das Erdklima regulieren sind garnicht absehbar.
    – Energiesparlampen und Elektroautos ist ja total krank im Moment, Energiesparlampen und Batterien sind hoch giftiger Sondermüll da Schwermetalle enthalten, deren Entsorgung und Herstellung kostet mehr Strom als jene jemals einsparen bzw. speichern, aso bei Ihnen kommt der Strom aus der Dose in der Wand. 😉

  7. Einige Anmerkungen aus der Praxis:
    Die Ankündigung von Lichtblick in Verbindung mit VW bringt sicherlich einen zusätzlichen Erkenntnisschub in Richtung: Hier tut sich was, da will ich dabei sein, wenn es so weit ist.
    Dabei ist es längst so weit:
    Unzählige alte Mehrfamilienhäuser heizen noch mit völlig überalterten Anlagen, die längst abgewrackt sein sollten. Aber meist fehlen das Geld oder der Wille zu einer solchen Entscheidung , wenn nicht ein bedrohlicher wachsender Leerstand oder der Gesetzgeber selbst dem alten Kessel schließlich ein Ende setzen. Dabei rechnet sich eine neue Heizung nach dem KWK-Prinzip bereits heute , soweit ein bestimmter Wärmebedarf p.a. erreicht wird:
    1) Die KWK –Anlage erzeugt Wärme wirtschaftlicher als die alte Heizung und senkt damit die Brennstoffkosten um einiges.
    2) Der dabei gleichzeitig erzeugte Strom kann in der Regel zu 75 % im Gebäude selbst genutzt werden und reduziert die Stromrechnungen um durchschnittlich 21, 89 ct. pro Kwh.
    3 ) Hinzu kommt eine auf 10 Jahre gesetzlich festgelegte Förderzulage von 5,11 ct./ kwh, und damit sind es schon 27 ct. pro selbst genutzter Kwh. Bei einem Mehrfamilienhaus mit ca. 16 Wohnungen ist das allein schon ein Betrag um die € 10.000,- und zwar jährlich!!
    4 ) Nun kann in der Regel der gesamte Eigen- Strom nicht selbst genutzt werden, sondern ca. 25 % werden verkauft an den lokalen Netzbetreiber zu 11 bis 12 ct. /Kwh; dieser ist per Gesetz zur Einspeisung verpflichtet.
    5 ) Im Brennstoffpreis ist auch Energiesteuer enthalten. Da Sie nun selbst Stromerzeuger sind, werden Sie vom Staat von der Energiesteuer befreit wie jedes andere Strom erzeugende Kraftwerk auch . Folglich bekommen Sie diese Steuer am Jahresende auf Antrag wieder zurückerstattet.
    Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit eines BHKW-s ist u.a., dass man selbst in den Genuss des im Keller produzierten Stromes kommt und nicht etwa Dritte, die fremde Keller für eigene Interessen nutzen wollen .Oft steht einer solchen Entscheidung allerdings der Verwalter im Wege, weil er unbezahlte Mehrbelastungen befürchtet. Auch dieses Problem ist mittlerweile gelöst.. Die Eigentümer sollten das Thema selbst einmal anstoßen in der nächsten Eigentümerversammlung.
    Wenn die Rücklagen nicht ausreichen und auch keine Sonderumlage in Frage kommt, lässt sich diese Investition auch über eine Contracting-Firma ( wie Leasing ) realisieren. Die erzielten Einsparungen , Erstattungen, Erträge und Förderungen zusammen sind in der Regel um einiges höher als die jährlichen Raten für die Finanzierung und Wartung des BHKW´s. Die neue Heizung finanziert sich praktisch allein aus den Überschüssen und leistet zusätzlich noch einen Beitrag für das Rücklagenkonto der Gemeinschaft…und auch für die Umwelt durch die Reduzierung der CO2 Emission. Noch ein Lichtblick, der sich heute schon rechnet..

  8. Alles richtig, alles gut!
    Jeder hat seine Argumente, und jeder die Weisheit mit der Muttermilch bekommen.

    Ein Optimum gibt es nicht. Aber etwas, dass ganz dicht dran ist!

    Fernwärme aus Kraft-Wärmekopplung, am besten noch als Brennstoff NaWaRo (oder zumindest zum Teil)!!!

    Komfort, Sicherheit, Umweltfreundlich…

  9. Hallo,
    was für die Weiterentwicklung der regenrativen Energien dringend benötigt wird ist flinke Regelenergie, die extrem teuer ist. Regenerative Energieen, ausgenommen Wasserkraft und Biogas, sind durch ihre schlecht vorhersehbare Energieumwandlungszeiten d.h. Ertragsschwankungen (by the way… Energieerzeugung ist thermodynamischer Unsinn, die kann nur umgewandelt werden)
    Diese ist mit den „Windhunden“ (Klein-BHKW, zentral, bedarfsgerecht gesteuert, da gibt´s zig zuverlässige Möglichkeiten) zu haben.
    Wir laufen gerade Gefahr, dass die Dinosaurier der Stromproduktion (AKW´s, träge, behäbig und gefährlich, (ähnlich wie die Energiemonopolisten) am Leben erhalten werden und durch ihre Trägheit den Ausbau der RE verhindern.
    Deshalb muss die Verwirklichung der Idee 1. Prorität haben. Diese Idee gab es im Übrigen schon vor 20 Jahren. Der bislang relativ billige Energiepreis hat die Entwicklung verhindert.
    Das Angebot von Lichtblick muss so gestaltet sein, (wie gesagt Regelenergie ist extrem teuer, d.h. die Strommenge die Lichtblick so an Strombörse verkauft werden kann, bringt super Preise, da sind ordentliche Gewinne zu erwarten), dass auch Vermieter in Mehrfamilienhäusern die Technik wollen.
    siehe Spiegelartikel:
    „Aus Verbrauchersicht ist das Betreiben eines eigenen Keller-Kraftwerks durchaus attraktiv: Für einen Pauschalbetrag von rund 5000 Euro wird das alte Gerät von Lichtblick-Technikern abgerissen, entsorgt und durch ein VW-Blockheizkraftwerk samt Wärmespeicher, Daten- und Stromnetzanschluss ersetzt. Der Kunde zahlt neben dem Grundpreis von 20 Euro ausschließlich die von ihm verbrauchte Wärme auf Grundlage des vom Statistischen Bundesamt ermittelten Gaspreisindex. Zudem erhalten Verbraucher monatlich fünf Euro Kellermiete und 0,5 Cent Bonus für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom. Reparaturen und Wartung übernimmt Lichtblick umsonst.“

    Also, los geht´s, Interesse beil Lichtblick bekunden und weitere Infos anfordern.

    W. Lutz
    Energieeffizienzberater, Stuttgart

  10. Hallo,
    hätte eine Frage an Peter Pan.

    Welcher Nachwachsende Rohstoff würde denn so schnell nachwachsen wie er für unsere Bedürfnisse benötigt werden würde???
    Bsp.: Holz
    (bei Holz min. 8t pro Jahr und Familie, 82.310.000 Einwohner / 4Personen pro Haushalt * 8t = 164.620.000t Holz pro Jahr, und das ohne Industrie (Grunddaten von neuwertiger Holzfeuerungsanlage))
    Darüber sollten alle einmal Nachdenken bevor Sie laut nach NaWaRo schreien!

    Traumhaftes Wunschdenken!!! Das Waldsterben ist jetzt schon schneller als das Nachwachsen auch ohne die Lasten der Stromgewinnung.
    Die derzeit benötigten Mengen an elektr. Energie können derzeit nur über AKW´s „Umweltfreundlich“ bereitgestellt werden. Die Forschung sollte mehr Geld und Zeit für die Entwicklung zur Sicherung dieser Anlagen und Regenaration (pyrochemische Verarbeitung) der benötigten Brennmaterialien ausgeben, um die Entstehung des radioaktiven „Abfalls“ zu veringern oder besser noch zu vermeiden.
    Da wir Deutschen aber so toll sind schaffen wir unsere AKW´s ab, freuen uns für einen Euro und kaufen unseren AKW Strom aus dem Ausland zu. 😉
    Als das bekannte AKW hochging, war dies weit weg und wir waren trotzdem betroffene, also bringt uns deren Verlagerung ins Ausland gar nichts, außer das wir sagen können: Ihr seid daran Schuld, euer Problem.. Oder wir machen wieder DDR (Geschichtsunterricht) denn wir waren auch nicht betroffen an den Auswirkungen. 😉

    Thema Fernwärme. Ich bin Nutzer der Fernwärme und kann jedem Eigenheimbesitzer nur empfehlen diese nicht nutzen zu müssen. Die Kosten für jene sind exorbitant. Wir löhnen mal locker das doppelte wie Gas oder Öl Nutzer.

  11. Hallo,
    meine Frage währe, kann man eine Mini-BHKW in einem Einfamilienhaus ca. 80 Quadratmeter groß einbauen?
    Wenn ja, wieviel müßte ich berappen (Anschaffung+Montage), damit ich so eine Anlage anschaffen würde. Ich habe jetzt eine alte Ölheizung, die müßte erneuert werden.
    MfG.
    Roland

  12. Hallo Herr Pogander,

    wozu glauben Sie ein BHKW zu benötigen?
    Einbauen können Sie grundsätzlich alles was Ihnen beliebt. Eine solche Anlage kostet im schnitt 20-30.000 Euro. Wäre bei Ihnen 100% uneffektiv, es sei denn Sie wollen die Nachbarn mitversorgen.

    TIPP: Brennwerttherme

    MFG J. Nobis

  13. Hallo,

    mein Gas-Heizkessel ist ca. 20 J. alt und ich denke über die Modernisierung der Anlage nach.

    Alternativen sind/ waren: Gasbrennwerttherme mit Solarthermie, Geothermie mit Wärmepumpe, Luftwasserwärmepumpe und zu guter Letzt BHKW, da bin ich durch meinen Stromversorger Lichtblick drauf gekommen.

    Meine Basisdaten sind wie folgt:

    – beheizte Wohnfläche mit 5 Personen 430 m²
    – 3 genutzte Badezimmer (plus ein zus. für Gäste)
    – Schwimmhalle mit ganzjährig genutztem Pool
    – Dämmung des Hauses aus dem Jahr 1987
    – Gasheizung aus dem Jahr 1992 (64 kw Brenner)
    – Jährlicher Gasverbrauch im Mittel 90000 kw/h
    – Jährlicher Stromverbrauch im Mittel 10000 kw/H

    Für weiterführende Tips/ Ideen und Ratschläge wäre ich sehr dankbar,

    Mfg

    Steffen Stark

  14. Hallo Herr Stark
    habe mir Ihre Daten einmal angesehen und grob gerechnet:
    Sie könnten sich ein BHKW mit einer integrierten Brennwert Zusatzheizung anschaffen und Ihren Strom fast vollständig selbst erzeugen. Die Thermische Leistung läge dann bei ca. 35 kW., die el. Leistung bei 5,5 kWh.
    Da diese Wärme- Leistung vermutlich nicht ganz ausreicht, käme noch eine kleine Gas-Brennwerttherme hinzu für die eiskalten Tage, auch wenn diese nur selten dem BHKW zu Hilfe kommen muß.
    Das BHKW würde rund 5.200 Stunden ( von 8.760 ) im Jahr laufen. Die in dieser Zeit hergestellte Strommenge wären rund 28.000 kWh. Wenn Sie Ihre 10.000 kWh Stunden Strom selbst nutzen können, blieben 18.000kWh , die Sie ins Netz des lokalen Versorgungsträgers rückspeisen , wozu dieser per Gesetz verpflichtet ist.
    Ihre Erträge stellten sich p.a. wie folgt zusammen ( Ca.-Werte 🙂
    Gassteuer Erstattung 650
    Stromverkauf 2.000
    Strom selbst genutzt 2.150
    Förderzulage hierauf 500
    Schönen Gruß G.Muths

  15. Für die, die sich für ein BHKW im eigenen Haus interessieren, sei auf die folgende Website verwiesen:
    http://www.bhkw-forum.de/forum/wbb/wbb/rund-ums-blockheizkraftwerk/fragen-von-blockheizkraftwerk-interessen/

    Ein Kommentar noch zur Anmerkung:
    | Wenn Du in einem 1.500…2.000 Liter Pufferspeicher die 34 kW Abwärme speichern willst, dann ist
    | er nach 6…8 Stunden von 20 °C auf 90°C total voll. Wo willst Du mit dieser Wärme im Sommer hin?

    Ein Pufferspeicher von 1000 Litern kann etwa 50 kWh Wärme speichern, je nach VL-RL-Spreizung auch weniger. Nach 1-2 Stunden ist der Speicher ohne Wärmeabnahme voll und das BHKW schaltet ab. Im Sommer wird nur wenig Wärme abgenommen, also läuft das BHKW wie ein Therme auch dementsprechend weniger. Pro Person kann man mit 2-3 kWh Warmwasserbedarf pro Tag rechnen, d.h. es wird einfach weniger Strom produziert.

  16. Bei keinem der Kommentare wird berücksichtigt, dass gerade im Winter, wenn es wenig Solarstrom gibt, in Deutschland viel Wärme benötigt wird.
    MfG Walter Foehner

  17. wir reden hier über Abdeckung von Lastspitzen…
    wer sagt denn, dass das BHKW mehrere Stunden durchlaufen soll…
    der Vorteil liegt doch in den kurzen Anlaufzeiten, wo ein Grundlastkraftwerk (z.B. Braunkohle, Kernkraft) viel zu träge wäre…
    ich denke schon, dass bei 100000 installierten Anlagen immer irgendwo freie Speicherkapazitäten vorhanden sind, auch im Sommer, wo der Wärmebedarf geringer aber nicht null ist…
    das sind dann auch wärmegeführte Anlagen…

  18. Also, ich als Laie, der lediglich an günstiger und möglichst umweltverträglicher (weil effektiver) Energie interessiert ist, finde grundsätzlich die Idee gut, Mini-BHKW als Alternative in Privathaushalten zu nutzen – soweit diese tatsächlich effizient genutzt werden können. Die Schwarzmalerei aus einigen Beiträgen, die sich zum Teil auch noch auf Spekulationen stützt, kann ich aus Sicht des Endverbrauchers nicht nachvollziehen. Und die vergleichsweise uneffizienten Marktführer, die hier als Gegenbeispiel angeführt wurden, werden ihre Absatzzahlen mit dem Stand der Technik auch nicht schlagartig erhöhen können.

    Fakt ist: Die Ernergie“umwandel“konzerne nehmen viel Geld mit – im Vergleich zu einem dezentralen MiniBHKW – ineffizienten Stromgewinnungsverfahren ein und blasen dabei Unmengen an Wärmeenergie in die Luft, die wir bezahlen und die die Umwelt beeinflussen. Neue Konzepte müssen einfach her –
    insofern befürworte ich *eingeschränkt* das Projekt von Lichtblick und VW, die mit Sicherheit ihre Klientel finden werden. Ohne Solche Projekte, würden moderne Technologien nicht reifen können.
    *Eingeschränkt* nur deshalb, weil das 34kW-Gerät einfach zu groß geraten ist für den Massenmarkt,
    nämlich den Bereich der 10-20kW-Nutzer der 1- und 2-Familienhäuser. Würde man diesen Nutzerkreis
    mit solchen Projekten bedienen können, wird das Schwarmkonzept (entsprechende Puffer für
    Spitzenlastzeiten vorausgesetzt) meiner Meinung nach funktionieren können.

    Aber unabhängig vom Lichtblick-Konzept würde auch die Anschaffung solcher Geräte in halb so großer
    Dimension für Verbraucher interessant sein, die den Strom für sich selbst produzieren wollen – sie müssen nur effektiv genug sein. Und das sind sie ja schon – unabhängig vom hohen Wirkungsgrad der Wärmenutzung, weil der Strom dort verbraucht werden kann, wo er erzeugt wird, weshalb es ja auch die entsprechende Förderung gibt. Strom wird ganz sicher teurer werden in den nächsten Jahrzenten im Vergleich zu Gas/Holz/Öl, da immer mehr Energielast auf die Elektroschiene fällt, wie zunehmend Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge usw.

    Was würde allein an Energie gespart und die Umwelt entlastet werden, wenn Kühltürme der Kraftwerke die Wärme (und den damit verbunden überflüssigen CO2-Ausstoß bei Verbrennungskraftwerken) nicht nutzlos verbraten und der erzeugte Strom nicht hunderte von Kilometern mit den entsprechenden Verlusten transportiert werden müsste.

    Fakt ist auch, dass die großen konventionellen Energiekonzerne die Verbraucher „melken“. Ein wenig
    mehr Unabhängigkeit (Eigenversorgung mit Strom) vom Nabel der Versorger, die durch den Einsatz von
    Mini-BHKWs zumindest teilweise ermöglicht wird, kann doch nur gut für den Verbraucher sein. Und wenn man dann für jede eingespeiste kWh einen festen Betrag bekommt, macht auch das Stromsparen im Haushalt doppelt Spaß. Und irgendwann steht vielleicht tatsächlich ein Elektroauto auf dem Hof, das ich über Nacht „betanken“ kann.

    Das BHKW von VW ist von den Daten her für den jetzigen Stand der Technik ein tolles Gerät, das bei einer thermischen Leistung von 34kW satte 20kW elektrische Leistung liefert und einen Wirkungsgrad von 94% erreichen soll. Das ist um Längen besser, als alles, was ich von anderen Herstellern bisher gesehen habe bzw. was hier an Beispielen angeführt wird. Nur leider nutzt mir das überhaupt nichts, da ich in meinem sanierten Doppelhaus gerade mal 15-20kW verwerten kann. Wenn es möglich ist, ein solch effizientes Gerät mit der halben Leistung zu produzieren, bin ich dabei, wobei mir dabei auch klar ist, dass die
    Anschaffungskosten unproportional höher liegen als bei der jetzigen Anlage im Vergleich zur Leistung. Insgesamt würde der Schwarm bei Verwendung kleinerer Anlagen zwar größer sein müssen, um die kalkulierte Energiezufuhr zu erhalten, ich bin mir aber sicher, das würde er auch – der Bedarf ist da und wird zukünftig steigen. Staatliche Förderung sollte mehr in diese Entwicklungsrichtung gesteckt werden, als in diese teuren und übersubventionierten Windkraftmonster, die überall die Landschaft verunstalten. Dann würde es auch entsprechende Geräte geben.

    Ich würde aber grundsätzlich wollen, dass die Anlage wärmegeführt ist, so wie die Förderung es vorsieht und so habe ich das Lichtblickkonzept auch verstanden. Ein unnützes Abwärmeproblem hat man überhapt nicht, die Energieeffizienz wird also erhalten. Der Puffer wird sicherlich so überdimensioniert, dass die Anlage zu Spitzenzeiten per Fernschaltung angeworfen werden kann, ohne dass es zur Wärrmeüberproduktion kommt. Wird die Wärme des Puffers nicht schnell genug abgeschöpft, steht beim nächsten Mal eben nur eine verkürzte Einschaltzeit zur Verfügung – das geht sicherheitstechnisch doch auch gar nicht anders, solange es keine zusätzliche Kühlanlage gibt.

    Den Wahn mit der Holzbefeuerung hat ja bereits schon jemand genannt, das allein ist überhaupt keine Alternative und wird entsprechend steigender Nachfrage irgendwann unbezahlbar für den Endverbraucher. Holzabfälle werden irgendwann nicht mehr ausreichen (was ganz sicher heute auch schon so ist) für die Pelletsherstellung und dann wird hochwertiges Bauholz geschreddert und der Preis hierfür unaufhaltbar steigen. Holz ist in den letzten Jahren dank dieser tollen Technik schon so unverschämt teuer geworden, dass man sich dreimal überlegen muss, was man aus Holz noch bauen kann.
    Der gesunde Mix ist auch zukünftig notwendig. Wenn es Anlagen gibt, die effizient Gas verbrennen, das evtl. zukünftig auch als Biogas geliefert werden kann, dann werde ich auch zukünftig bei Gas bleiben, das immernoch am saubersten verbrennt – da brauche ich keine teuren Filter. Auch die Gewinnung von Energie durch „grüne“ Kohle aus biolog. Abfällen halte ich für eine zukunftsträchtige Lösung. Das Einheitssystem, das allein die gesamte Nachfrage an sich bindet, wird es hoffentlich nie geben.

  19. Herr J.Nobis…

    wie können sie behaupten, dass Fernwärme locker das doppelte kostet von Gas/Öl ??
    bei einem Vollkostenvergleich schneidet die Fernwärme deutlich günstiger ab…

    wie sollen bei besserer Brennstoffausnutzung die Emmissionen steigen ??
    das ist ja völlig absurd…

    wie wollen sie radioaktive Abfälle über Jahrtausende sicher verwahren ?
    was sagen ihre Kinder zu dieser Hypothek ?

    ich glaube die Sache mit dem Zuhausekraftwerk sollten Sie sich in Ruhe nochmal durchlesen…
    ich habe das Gefühl, beim ersten mal haben sie gar nichts verstanden…

  20. Zum Thema Kernkraft:

    Naja, alle guten Absichten mal beiseite gestellt, die radioaktiven Abfälle sind ja bereits da. Es ist ja nicht so, dass man den bisher angefallenen Müll los wird, nur wenn man jetzt die Kernkraftwerke in blindem Aktionismus schließt. Betrachtet man da die Halbwertzeit von ca. 24.000 Jahren beim giftigsten Vertreter Plutonium, das sich dann nach 241.000 Jahren von 1 Tonne (fällt bei einem AKW in 4 Jahren an) auf 1 kg reduziert, von dem nur wenige Mikrogramm zum sofortigen Tode führen. Vor diesem Hintergrund ist die Ausgangsmasse, die jetzt bereits da ist, völlig irrelevant.

    Diese Diskussion hätte man führen müssen, bevor das erste Kernkraftwerk der Welt erbaut worden ist. Wir als Kinder von damals waren da nicht gefragt und erklären tut es auch niemand. Nun ist es zu spät und es muss vielmehr überlegt werden, wie man die Sicherheit INTERNATIONAL auf ein Höchstmaß abstellen kann, sowohl für die AKWs als auch für die Endlagerung – das ist ein Thema, das kein Land selbst bestimmen dürfte. Ein Atomkraft-„Zwischenfall“ – ganz egal wo – berührt uns dann genauso. Die Brennstabmaterialien müssten auf solche beschränkt sein, die eine kurze Halbwertzeit aufweisen – damit wäre der Zukunft mehr geholfen. Heutzutage die Gefährlichkeit von Atomkraftwerken anzuführen, um teure Alternativen zu vermarkten, finde ich persönlich etwas daneben, obgleich ich Projekte wie die der mini/microBHKWs selbst auch befürworte.

    Wen schütze ich also damit, alle Kraftwerke in Deutschland zu schließen, obwohl es momentan keine wirklich echten Alternativen gibt, wenn man mal den zu reduzierenden CO2-Ausstoß berücksichtigt, der ja bekanntlich nicht minder gravierende globale Folgen mit sich bringt. Ein übereilter Atomausstieg ist einfach unvernünftig, da rund herum um Deutschland weltweit Kernkraftwerke weiterbetrieben und neu gebaut werden. Wir allein wollen uns auf teuren Öko- bzw. umweltbelastenden Kohlestrom beschränken (die beschränkt nutzbare Wind und Solarenergie mal ausgeklammert, da nicht ständig verfügbar) und zur Abdeckeung des Bedarfs auch noch den womöglich aus Atomkraftwerken generierten Strom teuer einkaufen – wo die Staatsverschuldung bereits unkontrollierte Ausmaße angenommen hat. Das müssen wir unseren Kindern später erklären.

  21. @MäcSteff:

    da das Zuhausekraftwerk von Lichtblick in erster Linie laufen soll um Lastspitzen im Stromnetz auszugleichen, d.h. kein Dauerbetrieb, ist es notwendig mehr thermische Leistung zur Verfügung zu stellen als benötigt…
    wenn Sie einen Bedarf von 15-20KW haben, wäre das eigentlich eine denkbare Lösung für sie…
    zudem noch eine vergleichbar günstige Variante…

  22. Tag Zusammen.
    Ich bin schon seit 2004 Besitzer eines BHKW von Senertec. Ich muss sagen,und dies musste ich beim Betrieb meiner Anlage erst herausfinden, dass nur mit intelligenter und angepasster, geregelter Laufzeit des BHKW überhaupt von Rentabilität gesprochen werden kann. D.h. ich lasse mein BHKW nur laufen wenn ich es benötige. Mit dem selbst erzeugten Strom erhitze ich zusatzlich das Brauchwasser, damit die Laufzeit verringert wird. Es macht keinen Sinn dass BHKW durchgehend laufen zu lassen. Dies wird bei VW dann der Fall sein. Zum 2ten, wer bezahlt den Betriebsstoff, wenn Lichtblick den Strom verkauft? Ist die Abwärme etwa gratis für den Hausbesitzer? Wer kommt für den Unterhalt und Service auf? Wohin mit der Abwärme? Eine Laufzeit von 2-3Std pro Tag, erhitz meinen 750 liter Speicher bis knapp 80° (ohne zusätzliche Elektroaufheizung wohlgemerkt, ansonsten 1 Std Laufzeit )
    Ich würde mich nie für ein von Aussen gesteuertes BHKW entscheiden. Vorsicht ist geboten

  23. Deutschlands Strombedarf ist im Winter 15 % höher als im Sommer. Quelle: Bundesverband Windenergie http://www.wind-energie.de/de/technik/netz%5Cverbundnetz/stromverbrauch/

    1. Diese Information löste für mich das einzige Problem in dem genialen Konzept des Schwarmstroms.
    Genial darum, weil u.a. endlich das Mini-BHKW durch Diskussion ins öffentliche Bewußtsein rückt.
    Hoffentlich so, daß „Schwarmstrom“ als wirksame Antwort auf Kohlekraftwerke erkannt wird.

    Als begeisterter Betreiber eines 25 kw/el – 44 kw/th BHKWs im normalen Berliner 28-Familienhaus
    halte ich das Projekt Lichtblick/VW für absolut unterstützungswürdig.

    2. Das Konzept ist nicht mit Dachs oder Otag vergleichbar. 100 000 Zuhausekraftwerke sind realistisch. Aufklärung ist nötig darüber, welches Potential hinsichtlich Vermeidung von Kohlekraftwerken in dieser Aktion liegt. Zur Zeit scheinen das nur die Stromriesen zu wissen, die um ihr Monopol bangen und darum ganz schnell 40 Jahre laufende Kohlekraftriesen hinknallen mit der Absicht, die Entwicklung nachhaltiger Energieerzeugung nachhaltig zu verhindern.

    Erst vor einem Jahr eingeführt – schon sollen die KWK-Investitionszuschüsse von der neuen Regierung wieder abgeschafft werden. Ist das purer Zufall oder hat es nicht doch zu tun mit dem Umstand, daß das Lichtblickprojekt auf genau diese angewiesen ist ? Denn Lichtblick beansprucht keine KWK-Zuschläge, sondern nutzt die zum Teil aberwitzigen Preisschwankungen an der Strombörse. Darum sind die Zuhausekraftwerke überdimensioniert mit großen Wärmespeichern.

    3. Es handelt sich immer noch um Wärmeführung, denn es wird nicht mehr Strom erzeugt, als Wärme gebraucht wird. Häufiges Ein- und Ausschalten macht es nicht zu einem stromgeführten BHKW.

    4. Die Partnerschaft Lichtblick/VW schafft Vertrauen. Wärmelieferung und Abrechnung nach Verbrauch werden garantiert. Lichtblick übernimmt die Verantwortung zusammen mit dem Heizungsschlüssel.
    Ideal für das Bequemlichkeits- und Sicherheitsbedürfnis vieler Menschen in Deutschland.

    5. Im Störfall erfolgt automatisch Meldung in die Einsatzzentrale – noch bevor die Bewohner etwas merken. Aus purem Eigeninteresse wird die Störungsbehebung von Lichtblick umgehend veranlaßt.

    6. Wer den Mindestwärmebedarf von 45000 Kwh nicht hat, kann sich mit seinem Nachbarn zusammentun.
    Soll doch der alte Kessel zur Sicherheit drinbleiben. Einer nimmt das BHKW, der andere den Speicher dazu. Wie wäre das? Vielleicht gibts Rabatt für vermiedene Kesselentfernung?

    7. Das Lichtblick-Projekt wird auch dem „eigenen“ BHKW zur Aufmerksamkeit verhelfen. Es wird Zeit, daß sich herumspricht: Gasbrennwert ist nicht der letzte Schrei. Auch nicht ökonomisch!
    Mini-BHKWs in Eigenregie amortisieren sich je nach Auslegung oft schon nach 5 Jahren.
    Danach passiert das, was ein Heizkessel nicht tut: Geld verdienen.

    8. Jährlich werden in Deutschland ca. 700.000 Heizungskessel gekauft. Wären dies alles Blockheizkraftwerke, dann entstünde jährlich eine Kraftwerksleistung von 3.500 MW. Das entspricht der Erzeugungskapazität von drei Kernkraftwerken.

    9. Die 44seitige KWK-Broschüre „ENERGIE DREIFACH NUTZEN“ des Umweltministeriums kann unter http://www.bmu.de/klimaschutzinitiative/downloads/doc/42157.php kostenlos als pdf runtergeladen werden. Zitat: „Die konventionelle Stromerzeugung braucht 62 % mehr Primär-Energie als eine KWK-Anlage!“

    10. Wegen des langen Wartungsintervalls von 8000 Stunden und des 94%igen Wirkungsgrades bat ich VW um Preis-Informationen über das geplante BHKW und bekam eine Absage mit Hinweis auf Lichtblick.
    Es war für mich keine Enttäuschung, sondern eine große Freude:
    Mini-BHKWs flächendeckend, später mit Biogas zu betreiben.
    Eine Vision, die nun wegen der verantwortungslosen Regierungspläne gefährdet ist.

    Ich finde die Initiative von „PRINZ“ lobenswert, eine Diskussion um dieses Thema ingang zu setzen.
    Seine Skepsis kann ich in keinem einzigen Punkt teilen.

  24. Weiss jemand, wie es um die VW-Lichtblick Anlagen derzeit bestellt ist?
    Kommen sie, oder wird das Projekt eingestampft?

  25. Warum ist es nicht möglich 3-4 Einfamilien Häuser zusammen zu schliessen…mit einem oberirdischen Versorgerhäusschen??? im Sommer kann man dann weniger fahren ..oder im Winter zuheizen auch zuheizen, je nach Auslegung. warum muss es gas sein? Ginge nicht auch ein Pflanzenöl Diesel kombination?

  26. Hallo Chang,
    technisch möglich ist der Zusammenschluss von mehreren Häusern allemal. Aber das rechtliche, betriebswirtschaftliche Konstrukt ist vergleichsweise komplex (Abrechnung, Steuer, etc.).
    @Pflanzenöl/Diesel: es gibt eine Reihen BHKWs, die mit alternativen Betriebsstoffen laufen. Aber das Lichtblick-Konzept basiert auf dem VW-BHKW und das ist nun mal ein Gasmotor aus der VW-Großserie. Die sind gegenüber Pflanzenölbetrieb in einem Diesel deutlich, deutlich wartungsärmer.

    LG – BHKW-Prinz

  27. Da sehe ich kein Problem….Abnahmepunkt ist in dem Häuschen, wird mit Wärmemengenmessgerät gemessen andere Kosten durch Abnemerzahl geteilt.

    Eigentlich dachte ich dass das VW-Projekt den Motor zur Verfügung stellt
    (oder nur geringe Anteilskosten für den Hauseigentümer)
    das ganze finanziert sich durch den erzeugten Strom.
    Ich habe ein 3Wohnungen + Geschäft Haus … 36 kw wäre ideal.
    Braucht ihr noch ein Show-Gerät im Süden???

  28. An die Holzkritiker:

    Deutschland hat 3,4 Milliarden Holzfestmeter an Vorrat, wobei man die Nachwachszeit bestimmt auf 10-25 Jahre bei noch ertraeglicher Nutzung druecken kann. Isolierte Haeuser brauchen auch immer weniger Heizung. Dann kann sich jeder ausrechnen, dass fuer jeden Bundesbuerger jaehrlich mehr als 1FM zur verfuegung steht.

    Der jaehrliche Gesamtholzeinschlag in D ist um die 100 Millionen FM, davon wird einiges exportiert und zusaetzlich werden auch hoelzer importiert.
    Uns wuerde es jedenfalls deutlich besser gehen, wenn wir den Oelscheichs und OelGasRussen nicht soviele Dollars in den Rachen werfen wuerden.

    und die Holzkritiker duerfen bitte selber das Gewicht / die energie eines FM nachschauen.

  29. Der Kommentar stellt teils die richtigen Fragen und gibt auch auch partiell die richtigen Antworten. In der Tendenz ist der Artikel allerdings eindeutig zu negativ. Die Idee der Energieerzeugung durch Blockheizkraftwerke ist ja nichts Neues. Neu ist allerdings in diesem Sektor die Idee von Lichtblick/VW, diese einem größeren Nutzerkreis zu erschließen, durch das Schwarmsystem und die rechtliche Gestaltung des Vertriebs eine ausgewogene Kosten/Nutzenrelation zu erreichen. Durch das ausgefeilte Finanzierungssystem – Leasingverträge mit erweitertem Dienstleistungsangebot – wird der Austausch der Versorgungssysteme erheblich erleichtert . VW hat bei der Entwickung der Blockheizkraftwerke durch innerbetriebliche Energiesparmaßnahmen eigene Erfahrung gesammelt, die in dem beschriebenen Modell zum Tragen kommen. Die Übertragung der Idee des Leasingvertages aus dem Fahrzeugvertrieb auf die Vermarktung von BHKW’s ist angesichts der Kapitalkraft des VW-Konzerns naheliegend, ermöglicht dem Endverbraucher einen relativ reibungslosen Umstieg ohne größeren Kapitaleinsatz und ist deshalb tatsächlich nicht nur ein schlauer „PR-Gag“ sondern eine gelungene Vermarktungsstrategie. Ich darf in diesem Zusammenhang an das allgemeine Klagen erinnern, daß in Deutschland lebende Ingenieure oder Wissenschaftlicher technisch/wissenschaftliche Innovationen erfinden, die anschließend außerhalb Deutschlands produziert und vermarktet werden. Ein wichtiger Aspekt für mich als Vermietunger ist die Energieversorgungssicherheit meiner Mieter. Die ist m.E. durch die chaotische Energieversorgungspolitik für mich z. Zt. nicht hinreichend sicher vorhersehbar. Diese Unsicherheit ist jedenfalls Anlass genug, um über dezentrale Versorgungsmöglichkeiten nachzudenken. Falsch ist auch die Anmerkung des Autors, der Vermieter habe kein Interesse an einem Umstieg auf die angebotene Energieversorgung. So engstirnig und kurzfristig denkt kein Vermieter. Es wird oft vergessen, daß Mieter und Vermieter fast immer in einem Boot sitzen. So natürlich auch bei den Nebenkosten. Sind diese zu hoch, fehlen dem Vermieter Freiräume zur Durchsetzung rentabler Mieten, die nicht u.a nur dem finanziellen Wohlbefinden des Vermieters dienen, sondern auch notwendig sind, um den Wohnungsbestand auf dem technisch neuesten Stand zu halten. Als Jurist und Nachfahre von Ingenieuren weiß ich sehr wohl Vor- und Nachteile bei der Gestaltung von technische Einrichtungen oder allgemeinen Lebensverhältnissen einzuschätzen. Das von Lichtblick/VW vorgestllte Modell ist zur Zeit für die nächsten 20 bis 30 Jahre eine bedenkenswerte Alternative.

  30. sehr geehrter damen und herren,
    ich intressiere mich sehr für bhkw und würde gerne weitere information.
    mfg
    aydemir

  31. So wie man die ganzen Kommentare liest stellt sich die Frage ob sich die Kritiker überhaupt richtig damit befasst haben.

    Rentabilität: Ein normales BHKW funktioniert Wärmegeführt, das heißt es produziert Wärme wenn dies vom Haus (und deren Bewohnern) gebraucht wird, gleichzeitig geht Strom ins öffentliche Netz. Absoluter Quatsch meiner Meinung nach, denn was bringt es wenn in Zeiten wo kein Strom gebraucht wird welcher produziert wird nur weil jemand Wärme braucht. Das nenne ich Verschwendung. Technologien wie Wind und Sonne werden behindert. Bei Lichtblick wird dann Strom produziert wenn der Preis auf der Börse hoch ist oder Strom im Netz fehlt und somit maximaler Gewinn erzielt werden kann. Eine solche Steuerung ist für einen Hauseigentümer nicht möglich. Das ZHKW ist eine Ergänzung zu Wind und Sonne – wenn man sich in die Idee einliest wird das ganz klar. Wenn kein Wind weht oder wenn Sonne nicht scheint springt das ZHKW an und erzeugt Strom, als Abfallprodukt die Wärme.

    Das Gas wird von Lichtblick bezahlt (da diese selbst Energieversorger sind ist ja auch ein anderer Einkaufspreis möglich), lediglich die Wärme die ein Kunde verbraucht muss bezahlt werden. Dies ist gekoppelt an das statistische Bundesamt. Da dieses BHKW aber deutliche effizienter ist und somit bis zu 25 % weniger „Energie“ verbraucht muss der Kunde natürlich nur 75 % der regulären Kosten bezahlen oder hat hier etwa jeder vergessen, dass man bisher auch eine Öl- oder Gasrechnung bezahlt hat?

    Der Kunde muss 20 € pro Monat Wartungspauschale bezahlen? Gibt es denn sonst keine Wartungsverträge die ich mit meinem Heizungsbauer abschließe damit er dafür sorgt, dass eine Wartung stattfindet? Aber hier ist es sogar so, dass Lichtblick eine Raummiete bezahlt und einen Strombonus, daher hole ich das Geld wieder rein. Zur nächsten Diskussion, der Hauseigentümer wird nicht Eigentümer der Anlage. NOCH BESSER! Somit bezahlt nämlich Lichtblick sämtliche Wartungen, Reparaturen, Versicherungen und sogar die jährliche Schornsteinfegerrechnung. Was will ich mehr?

    Der Speicher ist deutlich schneller voll wie in 8 Stunden. Deshalb wird das ZHKW lediglich 1 bis 7 Stunden pro Tag betrieben und natürlich nur so viel wie Wärme überhaupt gebraucht wird. Deshalb läuft es im Sommer eben nur eine Stunde und im Winter eben deutlich mehr. Im Sommer scheint ja auch wesentlich mehr Sonne und es weht wesentlich mehr Wind. Wo ist also das Problem? Lichtblick muss im Sommer kein Mini- Kraftwerk betreiben denn es wird genügend Strom auf andere Arten der erneuerbaren Energie betrieben. Es dient lediglich zur Ergänzung. Deshalb auch die Mindestgrenze von 45.000 kw/h. Wenn der Kunde diesen Bedarf nicht hat bekommt er auch kein ZHKW. Dann soll er zur Konkurrenz.

    Wir reden von Lichtblick und somit einem umweltfreundlich agierenden Unternehmen. Es handelt zwar wirtschaftlich aber auch immer im Namen der Umwelt. Im Moment besteht das Problem, dass Windstrom und Solarstrom oftmals nicht eingespeist werden kann, weil ein Kohle oder Atomkraftwerk nicht schnell genug runterfahren kann um den produzierten umweltfreundlichen Strom ins Netz zu lassen. Sie sind einfach nicht flexibel genug – ein Kohlekraftwerk braucht einen Tag um komplett runterzufahren. Ein ZHKW springt an wie ein Auto und schaltet auch genauso schnell wieder ab. Die großen Energiekonzerne argumentieren immer sie könnten die Kohle- und Atomkraftwerke nicht abschalten da dann die Grundlast nicht gedeckt wäre. Falsch! Das ZHKW deckt den Bedarf den Wind und Solarstrom produzieren soll (eben in der Zeit wo kein Wind weht oder keine Sonne scheint). Deshalb betont auch Lichtblick immer wieder auch das BHKW ist eine Brückentechnologie, so lange bis Atom- und Kohlekraftwerke komplett abgeschaltet werden können und genügend Strom auf erneuerbare Energien produziert werden kann.

    Zu Punkt 1: Wir reden von Lichtblick. Vor 10 Jahren hat man das Unternehmen ausgelacht weil es der 5 größte Energieversorger werden wollte. Mittlerweile hat Lichtblick 580.000 Kunden unter anderem das Bundesumweltministerium selbst und hat etliche Klagen zum Schutz der Verbraucher durchgesetzt. Die Großen zittern deswegen!!!!

    Zu Punkt 2: Quatsch. Lichtblick schreibt vor wie viel der Kunde verbrauchen muss, damit sich das ZHKW rechnet. Nur der, der auch genug Wärme verbraucht wird in das Projekt mit aufgenommen.

    Zu Punkt 3: Wieder Quatsch. Gerade ein Vermieter ist froh wenn er sich um nichts kümmern muss. Lichtblick vertreibt sein BHKW nur im Zusammenhang mit seinem Rundum Sorglos Paket.

    Zu Punkt 4: Wieso muss immer jeder was vom Staat abkrallen? Der Kunde bezahlt eh nur die Installation. So lange insgesamt genug Geld durch den Stromverkauf reinkommt kann sich Lichtblick die Investition leisten (wieder der Punkt 45.000 kw/h verbrauch)

    Zu Punkt 5: Die Berliner GASAG ist einer dieser Netzbetreiber der kein Interesse daran hat dass fortschrittliche Technologie alte ersetzt. Denn auch sie würde Verlust machen wenn die alten Anlagen abgeschafft werden. Solche Projekte sind nur Propaganda um den „blauäugigen Bürgern“ von der Wahrheit abzuhalten und wie bereits erwähnt ist Bürokratie Lichtblicks Lieblingsgeschäft. Wenn man sich mal ansieht, dass Lichtblick es tatsächlich geschafft hat als einzig unabhängiger Anbieter bundesweit Gas anbieten zu können dürften solche Dinge kein Thema sein. Der Hauseigentümer hat damit wieder nichts zu tun, weil es nicht seine Anlage ist sondern er sie lediglich nutzt.

    Wie Ihr seht bin ich ein absoluter Fan vom ZuhauseKraftwerk.

  32. Hallö, da ich mich ebenfalls für Lichblick interessiere ,aber noch keinenn Gasanschluß habe,
    folgende Frage:
    Besitzer eines Zweifamilien Hauses,
    ca. 350qm
    Stromverbrauch ca. jährlich 7500 kw
    Heizölverbrauch ca. jährlich 5500 ltr.

    Ist also ein mini bhkw von Lichtblick für mich empfehlenswert ?

    Ich bitte um Antwort oder einen Kommentar.

    Danke Peter Schubert

  33. Hallo Herr Schubert,

    wenn ich die Kommentare lese, erkenne ich wieder einmal, dass einige nicht dem Motto folgen, erst informieren, dann kommentieren.

    Ihren Angaben entsprechend, würde ein ZHKW (ZuhauseKraftwerk) bei Ihnen wirtschaftlich betrieben werden können (wenn die sonstiegen Rahmenbedingungen auch passen).
    Sie sollten sich mit Lichtblick ZuhauseKraftwerk in Verbindung setzen, es erfolgt eine Prüfung des Versorgungsgebietes.(Ihre PLZ)

    Ob die Versorgung technisch möglicht ist, wird von speziell ausgebildeten Fachberatern überprüft.

    Nach einer Objektbegehung wird der Wärmebedarf des Gebäudes unter Berücksichtigung der Nutzung bewertet.
    Sollte das Objekt nicht wirtschaftlich versorgt werden können, werden Sie informiert, dass es zu keinem Wärmeliefervertrag kommt. Wenn das Objekt geeignet ist, brauchen Sie sich um fast nichts kümmern. Alles erledigen die freundlichen Mitarbeiter von Lichtblich Zuhausekraftwerk!

    Die Wärmeversorgung des Kunden hat oberste Priorität, die für die wirtschaftliche Betriebsweise notwendigen Pufferspeicher werden von Lichtblick geplant und aufgestellt.

    Sogar der Strom, der von den im ZHKW verbauten Heizkreispumpen wird von Lichtblick bezahlt!
    Es ist nicht nur eine tolle Idee die solide umgesetzt wird, sondern der Nutzen gegenüber der normalen Gasheizung ist, dass ZHKW verdient nach wenigen Jahren GELD!!

    Alle Vorteile hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
    Nachteil?? Wartezeit durch die enorme Nachfrage, soll aber bald verkürzt werden können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ottmar Hanreich

  34. Sehr geehrte Leser,

    der oben angeführte Beitrag: „VW heizt das Haus“ enthält fachliche Fehler.
    Als energetisches Ausgangsprodukt wird Gas verwendet, mit Schwerpunkt
    Erdgas/Biogas.
    Zur Erzeugung thermischer und elektrischer Energie wird das durch Rohrleitungen
    zugeführte Gas mit Luft gemischt und einem Verbrennungsmotor zugeführt.
    Bei dieser Verbrennungsreaktion entsteht das Nebenprodukt CO2 und weitere
    Abprodukte.
    Erdgas und Biogase weisen Anteile von Schwefel und weiteren Gasen auf, welche
    in geringen Konzentrationen im Gas enthalten ist, jedoch beim Verbrennungsprozess
    mit Sauerstoff chemisch reagiert.

    Beim Test dieser Gasverbrennungsanlagen mittels des optimierten VW-Motors (diese
    sind als sogenannte Dauerläufer in einer speziellen Drehlzahl auf einen speziellen
    Arbeitspunkt eingeregelt), hat sich herausgestellt, dass in den Monaten April bis Oktober,
    wo keine oder nur sehr geringe Heizwärme benötigt wird, der Gesamtwirkungsgrad
    erheblich sinkt.
    Das liegt daran, dass die im Verbrennungsprozess erzeugte Wärmeenergie im Frühling,
    Sommer und Herbst nur geringfügig genutzt werden kann (Warmwasser).
    Bei betriebswirtschaftlicher Betrachtung der Jahresgesamtbilanz hat sich herausgestellt, dass dieses System von VW uneffizienter ist, gegenüber einer Windkraftanlage.

    Wichtiger Hinweis an dieser Stelle ist, dass VW den künftig sinkenden Absatz an Fahrzeugmotoren (durch E-Mobilität, durch Wettbewerb und durch künftige Abnahme des Individualverkehrs) entgegenwirken möchte.
    Dafür hat VW eine interne Konzeption und Strategie erarbeiten lassen, welche nach künftigen Anwendungen für Verbrennungsmotoren sucht, um den Absatz für Motoren zu erhalten und zu steigern, also alle langfristigen Investitionen für Fertigungsanlagen und FuE-Kosten, mit Gewinn abzusichern.
    Hierfür benötigt die VW-Konzernzentrale dringend neue Marktstrategien, um mit Massenprodukte im Bereich E-Mobilität und Energiemarkt, Kapitalanleger und Märkte für sich zu gewinnen.
    Prinzipiell ist die VW-Konzeption eine bereits langjährig bekannte BHKW-Technologie (Block-Heiz-Kraft-Werk) und keine innovative Neuentwicklung.
    Die Anpassung eines Verbrennungsmotors als Dauerläufer mit optimalen Arbeitspunkt, zur Erreichung von Langlebigkeit, möglichst optimaler Verbrennung der Ausgangsprodukte und hoher abgegebener Leistung gab es bereits vor Jahrzehnten.

    Testen Sie dieses System im ganzjährigen Zyklus und betrachten Sie alle Abgaswerte (CO2 usw.) und die Nutzung der thermischen Energie. Bei Auswertung werden Sie feststellen, dass Sie keine ganzjährige Bilanz von über 90%Wirkungsgrad erhalten.

    Da der der Gaspreis langfristig steigt, wenn auch regional unterschiedlich und unzyklisch, so wird die Rentabilität in den Folgejahren sinken.
    Hierzu können Sie verallgemeinert die Berechnung anstellen, wieviel Gaskosten im Gesamjahr zum Betrieb der Anlage erforderlich ist, im Verhältnis zu den eingesparten elektrischen und thermischen Energiekosten, nebst Einspeisung des Überschusses an elektrischer Energie in das öffentliche Stromnetz.

    Desweiteren das Thema Ausfallsicherheit. Bei Anlagenausfall und unterbrochener Gasversorgung fehlen die Versorgung mit elektrischer Energie und die Wärmeversorgung.

    Wichtig ist neben der Amortisation auch die Betrachtung der CO2-Bilanz, da nicht ein einzelner Erzeuger, sonder die Masse der Erzeuger, die Gesamtbilanz negativ prägt.

    Prof.Dr.Legster

  35. Nachteilig ist allerdings, dass der Netzwerkbetreiber die Anlage als industrielle Stromerzeugung mit einem überhöhten Baukostenzuschuß einstuft. Dies ist z.B. in 25451 Quickborn einschl. Netzanschluß über € 5.000,- brutto.
    Hat jemand andere Erfahrung oder preiswertere Baukostenzuschüsse anderer Netzwerkanbieter gefunden? Bitte beantworten oder Email: uwannags@swd.de

  36. @admin

    Entbehrt bei einem BHKW, wie dem von Lichtblick/VW, das ca. 30 KW Wärme produziert und in den Kellern von Wohn- oder Geschäftshäusern steht, die Annahme in ihrem Artikel, dass das stromgeführt betrieben werden könnte, nicht jeder technischen Grundlage?

    Mal ganz abgesehen davon, dass die Wärmebedarfsführung aktuell in der Broschüre von Lichtblick steht (das mag 2009 anders ausgesehen haben), woher sollte der Verbrennungsmotor des BHKW seine Kühlleistung nehmen, ohne die er sich in kürzester Zeit selbst zerstören würde?

    Es ist schwer vorstellbar, dass Lichtblick/VW in dem BHKW eine zusätzliche Kühleinrichtung einbaut, die ersatzweise für die angeschlossenen Speichertanks, die 30KW anfallende Wärme aus dem Keller transportieren kann.

    Für mich heißt das: entweder kann die anfallende Wärme in den Speichertanks aufgenommen werden, dann kann man das BHKW starten oder die Speichertanks haben ihre Grenztemperatur erreicht, dann muss das BHKW gestoppt werden.

    Ganz offensichtlich ist es so, dass Wärmeleistung und Speichermenge von Lichtblick/VW bewusst größer gewählt wurden, um Spielraum für eine zeitweise Stromführung zu bekommen. D.h. ein Teil Wärme und Strom werden dann produziert, wenn es das meiste Geld für den Strom gibt.

    Ab dem Moment, in dem Lichtblick ca. 5 MW innerhalb von ein paar Sekunden zur Verfügung stellen kann, kann es als Regelenergieanbieter mitspielen. Für Regelenergie gelten andere Preise.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Regelleistung_%28Energie%29

  37. Hallo Herr Lottermann,

    stromgeführte BHKW sind grundsätzlich nichts besonderes. Gehen Sie mal auf diversen abgelegenen Skihütten in den Heizungskeller, dort werden Sie viele strom-geführte Inselanlagen finden. Auch die BAFA erlaubt bei Ihrer neu aufgelegten Förderung explizit stromgeführte BHKW.

    Die Grenzen der Stromführung liegen – wie Sie selbst erkannt haben – in der Abführung der Abwärme. Sobald diese nicht in das Heizungssystem, in das Hotelschwimmbad, in die Holztrocknungsanlage etc. oder in den Puffer abgegeben werden kann, muss das BHKW abschalten.

    Ebenfalls ganz grundsätzlich werden BHKW wärmeleistungsmäßig immer deutlich niedriger, als eine normale Heizung dimensioniert. Im Idealfall tuckern die ja rund um die Uhr vor sich hin. So gesehen verläuft bei richtiger Auslegung sowohl die Wärmeführung als auch die Stromführung in vergleichsweise engen Grenzen. Bei z.B. 5.500 Stunden im Jahr reden wir ja bereits über 15 Stunden Laufzeit/Tag (durchschnittlich).

    LichtBlick hat mit seiner Berichterstattung ein etwas verfälschtes Bild von BHKWs geschaffen. Der Name Zuhause-Kraftwerk ist irreführend, da es sich um ein recht ausgewachsenes BHKW handelt, mit dem man ganze Hotels bedienen kann. Wenn man mit so einem Kaliber ein Wohnhaus beheizt, ist das in etwas Faktor 10 überdimensioniert. Dann steht das Ding wirklich nur dumm rum.

    LG – der BHKW-Prinz

  38. Bei Lichtblick habe ich eine Angabe gefunden, dass die Anlagen ab einer Jahresheizenergieabnahme von 35.000 KWh errichtet werden.

    Unter der Annahme, dass die Anlage nicht moduliert (es wird eine konstante Drehzahl des Motors erwähnt), scheint sich für Lichtblick also bereits eine Wirtschaftlichkeit ab einer Jahreslaufzeit von 1166h (35.000KWh/30KW)) zu ergeben.

    Wie erklärt sich das?

    Meiner Meinung nach durch die Teilnahme am Regelenergiehandel.

    Für Kraftwerke die Regelenergie bereitstellen können, ist es durchaus nicht dumm, einen großen Teil der Zeit zu stehen (typisches Beispiel: Pumpspeicherkraftwerk), denn sie verdienen ihr Geld z.T. schon dadurch, dass sie einfach da sind und im Bedarfsfall Regelenergie liefern können.

    Damit ein BHKW für die zumindest teilweise Bereitstellung von Regelenergie genutzt werden kann, muss es heiztechnisch überdimensioniert und mit einem großen Pufferspeicher versehen sein, damit es die erforderliche Heizenergie auch bei kürzerer Betriebsdauer erzeugen kann. Gleichzeitig ist es sinnvoll, dass das BHKW eine möglichst hohe elektrische Leistung hat.

    Für den einzelnen Betreiber so eines BHKW ist die Teilnahme am Regelenergiehandel nicht möglich. Das wird der Grund sein, warum die BHKW, die an den Endkunden verkauft werden, allein auf seine Nutzungsmöglichkeiten der erzeugten Energien ausgelegt sind.

    Im Lichtblick-Konzept muss der Nutzer nur für den Heizungsaspekt des BHKW aufkommen. 6.000 Euro Einstiegspreis für eine 30KW Heizung und knapp 6 Cent für die tatsächlich erzeugte Wärmekilowattstunde inclusive Wartungs- und Schornsteinfegerkosten klingen sehr attraktiv.

    Wenn man sich erst mal von dem (technisch sowieso mit einem BHKW nicht sinnvoll realisierbaren) Gedanken getrennt hat, „seinen“ Strom selbst zu erzeugen, dann macht das Lichtblick-Konzept immer mehr Sinn.

    Klein-BHKW, die aus wirtschaftlicher Sicht so lange wie möglich tuckern müssen, dabei nur minimal Strom produzieren und kontinuierlich fossilen Brennstoff verbrauchen, können m.E. kaum einen Beitrag zu den zu lösenden Problemen einer zukünftigen Energieversorgung ohne Atomstrom liefern. Wirtschaftlich intelligent geplante Kraftwerke, die Strom aus fossilen Energieträgern dann bereitstellen können, wenn nicht genug regenerative Energie bereitsteht, gehen da eher in die richtige Richtung.

    Das virtuelle Lichtblick-Kraftwerk ist da sicher nur ein Baustein von vielen. Im Gegensatz zu den bisherigen Anbietern von kleinen BHKW erkennt man, dass hier jemand in eine größere Idee investiert. Wenn man parallel sieht, dass VW in größerem Umfang in die Erzeugung regenerativer Energie eingestiegen ist und größere Summen in die Entwicklung von Techniken zur Speicherung von Windstrom in Form von Erdgas steckt, dann scheint das alles irgendwie zusammen zu passen.

  39. Eine gute, rege Diskussion. Vielen Dank an Alle fuer Ihre Beitraege.
    Meine Meinung kurz: schoenes Konzept – auf dem Papier. In der Praxis voller Probleme und grossenteils suboptimal. Marketing gut. Nutzen und strategische Relevanz zu gering. Machbarkeit sehr anspruchsvoll bis auf der Zeitachse uninteressant.
    Das Geschaeftsmodell ist wackelig. Unterm Strich wohl eher „Schmarrnstrom“.

  40. Die Lichtblick-Idee funktioniert, wenn das Haus mehrere Parteien hat, die einen Mindestwaermebedarf von

    dem nur bei Windflauten laufenden Motor haben von Pth = 34 kW mit Pufferspreicher . D.h., der Motor muss die Groesse haben, dass die ueblichen Windflautenphasen – in denen der Motor ja per Fernsignal eingeschaltet wird, soviel Waerme ergeben, wie das Haus braucht. Aufgrund eines genuegend grossen Pufferspeicher kann der Motor immer dann nur laufen, wenn es Windflauten erfordern, zusaetzlichen Strom ins Netz zu schicken. ist doch kein Argument, den hat man immer. So n Schmarrn schreibt nur ein Ignorant. Jede Energie benoetigt Verwaltung. 6.MaI 2012, A. Roeck

  41. Hallo,
    bin in Kontakt mit Lichtblick wegen Ausrüstung eines kleineren MFH im Raum München mit einem ZHKW.
    Frage: gibt es jemand der Erfahrungen hat mit einer schon vor einiger Zeit installierten Anlage ?
    Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.
    Grüße
    Ludwig Barth

  42. Möchte mir gerne ausrechnen lassen ob es sinnvoll wäre in unserem Hotel die Anlage einbauen zu lassen.

    Wer kennt den Preis dieser Anlage: der ist leider nirgends zu finden; wieso eigentlich nicht!!

    Marco

  43. Hallo Marco,

    den Preis findest Du, wenn Du hier suchst: http://www.bhkw-prinz.de/lichtblick-vw-bhkw-ecoblue-2-0-zuhausekraftwerk/2348

    Hoppla – ist ja das selbe Portal 😉

    LG – der BHKW-Prinz

  44. LichtBlick und VW-BHKW: nur ein schlauer PR-Coup? | BHKW-Prinz.de

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